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ZwEIFELlos innovativ - Forum EifelTEC
Artikel Zeitungsverlag Aachen -online-

Eifel profitiert von TH und FH
Imgenbroich.

Die Eifeler Unternehmen Junker, Dürr und Picard wollen künftig noch enger mit der Fachhochschule (FH) Aachen zusammenarbeiten. Ziel der Kooperation soll die Vernetzung zwischen den drei Firmen und dem Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik «zum gegenseitigen Nutzen beider Parteien und der Eifelregion» sein. Im Rahmen des Forums EifelTEC am Freitagabend unterzeichneten Professor Dr. Johannes Gartzen von der FH und die Firmenvertreter Dr. Gunter Voswinckel (Junker), Franz Müller (Picard) und Eugen Offermann (Dürr) die Kooperationsvereinbarung, die aber nur der Anfang sein soll für eine stärkere Vernetzung zwischen der Eifeler Wirtschaft und den Hochschulen.

Rund 120 Gäste konnte Zentrumsleiterin Silke Marczincik zum Forum EifelTEC im Imgenbroicher Himo begrüßen, dessen B-Trakt zum Konferenzsaal umfunktioniert worden war.

Aufbruchstimmung

«zwEIFELlos innovativ» - unter diesem Wortspiel und Motto beleuchteten hochrangige Gäste aus Wirtschaft und Politik das Thema Wissenstransfer Eifel, und Gastgeberin Silke Marczincik freute sich am Ende des gut zweistündigen Talks über die gefühlte Aufbruchstimmung.

Die Redner waren sich einig: Die Eifel wird wohl auch künftig nicht der Hochtechnologiestandort Deutschlands sein. Aber die Chancen für einen erfolgreichen Technologietransfer stehen nicht schlecht. Nicht umsonst steht der Technologietransfer als eines von fünf zentralen Kompetenz- und Handlungsfeldern im Mittelpunkt der Zukunftsinitiative Eifel - jenem ambitionierten Leitbild der nordrhein-westfälischen und rheinland-pfälzischen Eifelkreise und der Wirtschaftskammern, dass vor zwei Jahren aus der Taufe gehoben wurde.

«Gute Ansätze»

Seither hat sich einiges getan - gerade auch in Sachen Technologietransfer: Unter Federführung des Kreises Aachen wurde das Netzwerk «Technologie und Innovation» zur Förderung des Wissenstransfers insbesondere aus den Aachener Hochschulen in die Eifeler Unternehmen auf den Weg gebracht. «Diese guten Ansätze gilt es zu unterstützen.» So jedenfalls sieht man es im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium - und stellt der Region jetzt Fördermittel für innovative Technologietransfer-Aktivitäten zur Verfügung (siehe Projektbeschreibung).

Den Startschuss für das Projekt EifelTEC gab gewissermaßen das Forum EifelTEC, wo am Freitag Unternehmen und Studenten aus der Eifel sowie Vertreter der Fachhochschule Aachen aufzeigten, wie unkompliziert und effektiv Wissenstransfer funktionieren kann.

Im lockeren Talk mit den Moderatoren Dr. Axel Thomas (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Aachen) und Professor Gerd Wassenberg (FH Gelsenkirchen) berichteten Ulrich Schirowski (AGIT), Kreisdirektor Helmut Etschenberg und Monschaus Bürgermeister Theo Steinröx zunächst über die bisherigen und geplanten Aktivitäten der Zukunftsinitiative Eifel, der Wirtschaftsförderung allgemein und des neuen Projekts. «Wir versprechen uns für die Zukunft eine stetige Weiterentwicklung unserer Eifeler Wirtschaft, noch mehr Betriebe und Arbeitsplätze vor Ort und konkret mehr Neugründungen aus dem Umfeld von TH und FH», blickte der Monschauer Bürgermeister nach vorne.

Wie konkrete Aktivitäten der Hochschule in unserer Region aussehen können, darüber berichtete Professor Dr. Claudia Mayer von der FH Aachen. Erfolgreich angelaufen ist beispielsweise das Hochbegabtenprojekt an der Grundschule Mützenich, das von Studenten der Fachhochschule von der Namensgebung («Smarties») bis zur Gestaltung der Internetseite des Projekts vielfältig begleitet wird. Gefördert werden hier zurzeit 27 Mädchen und Jungen, die das Potenzial zu Leistungsträgern der Gesellschaft haben.

Claudia Mayer, von Moderator Wassenberg als «Kind der Eifel» begrüßt, kündigte ein weiteres «Leuchtturm-Projekt» der FH-Studierenden an, ein interaktives Museum in Monschau, das mit einem Produktionsbetrieb zusammenarbeite und von dem man schon sehr bald mehr erfahren werde. «Ich möchte jetzt aber noch nicht zu viel verraten», spannte sie die Zuhörer auf die Folter, versprach aber, dass die Studenten des Fachs Kommunikationswissenschaften derzeit mit Hochdruck am neuen Projekt arbeiten würden.

Neues Konzept

Ein drittes Beispiel innovativer Projektarbeit der Fachhochschule in der Arbeit beginnt gleichsam mit dem heutigen Tag, also dem «Tag nach dem Wirtschaftstag». Die Leistungsschau der Monschauer Wirtschaft soll nämlich für das nächste Jahr gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer (AMU) konzeptionell verändert werden. «Wir planen neue Abläufe, wollen neue Zielgruppen ansprechen und das Marketing des Wirtschaftstages neu gestalten», kündigte Professor Claudia Mayer an.

Der Technologietransfer zwischen Hoch- und Fachhochschule wurde anhand konkreter Beispiele von Professor Gartzen, Junker-Vorstand Dr. Voswinckel und den (ehemaligen) FH-Studenten Markus Bendisch und Björn Kopac für die FH sowie Diplom-Ingenieur Jörg Osterloh für die RWTH Aachen beschrieben.

Vor der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung berichtete Dr. Voswinckel über die Erfolgsstory der Junker-Gruppe, die mittlerweile weltweit agiere, deren Herz aber immer noch am Grüpnderstandort in Lammersdorf schlage. Die Herzen höher schlagen ließen an diesem Abend auch die akustischen und lukullischen Genüsse im Rahmenprogramm: Sängerin Indra Hames, aus Imgenbroich stammend, gab mit ihrer kraftvollen Altstimme und begleitet von Helmut David (Klavier) drei Operettenklassiker zum besten, während das Küchenteam der Monschauer «Hubertusklause» die Gaumen der Gäste mit Köstlichkeiten der Regionalmarke Eifel verwöhnte.

Weitere Informationen:
 Link (Externer Link)

Download Bericht Aachener Zeitung 23.09.07 (PDF, 1.655,74KB)

 

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